Wie kommt das Salz in die
Grotte?
Text: Martina Frenzel
Die Vorteile
der Totes- Meer-Salzgrotte
Wellness-Zusatz-Anwendungen
boomen. Gerade auch in Kurorten entsteht
eine neue Palette von hochwertigen Gesundheitsangeboten.
Dabei rücken heute Salzgrotten immer
mehr in den Vordergrund. Sie bieten in ähnlicher
Weise eine Erleichterung für die Atemwege
ähnlich wie Salinen oder Salzbergwerke.
In der Limestherme in Bad Gögging machte
Geschäftsführer Franz Bauer –
befragt nach der dortigen Totes-Meer(TM)-Salzgrotte,
die seit zwei Jahren in Betrieb ist –
gleich zu Anfang des Gesprächs klar:
„Salz ist nicht gleich Salz, Grotte
nicht gleich Grotte. Bei uns handelt es
sich um eine Totes-Meer-Salzgrotte.“
Die Gründe für den Einbau einer
TM-Salzgrotte sind klar. „Neben unseren
Angeboten im Bereich Thermalwasser, Moor-
oder Schwefelbädern wollten wir unseren
Gästen noch mehr bieten. Die Totes-Meer-Salzgrotte
war ursprünglich als reines Wellness-Angebot
gedacht. Uns interessierte auch die Verbindung
von Grotte und Wellness-Musik,
das Ambiente
und die daraus resultierende Entspannung.
Wir sahen der Rentabilität allerdings
mit Skepsis entgegen.“
Limestherme
Doch selbst zur Überraschung
der Betreiber wurde die TM-Salzgrotte der
Bad Gögginger Limestherme schnell von
weit über 1000 Besuchern pro Monat
frequentiert. Aus Gesprächen mit den
Nutzern der Grotte konnten weitere Schlüsse
gezogen werden. Der Gesundheitsfaktor
spielte unverhofft neben dem reinen Wellnessfaktor
eine viel größere Rolle. Nicht
von ungefähr sollen kranke Menschen
ans Tote Meer reisen. Es ist ein uraltes
Wissen, dass Salzluft gut für die Gesundheit
ist. Auch die reine, ionisierte Luft in
der TM-Salzgrotte hat einen positiven Einfluss
auf den Gesundungsprozess bei Lungen- und
Bronchialkrankheiten, Herz- und Gefäßerkrankungen
sowie bei Verdauungssystembeschwerden. Selbst
Kinder (mittlerweile 15 Prozent der Besucher)
nutzen den positiven Effekt der Totes-Meer-Salzgrotte.
Darauf hat Thermenleiter Bauer reagiert,
„mittlerweile bieten wir spezielle
Gruppen für mit Kinder mit Atemwegserkrankungen
an. Mit diesem Angebot erzielen wir große
Erfolge. An diesen Tagen können die
Kinder auch mit Salz spielen.“ Ein
Blättern im Gästebuch der Limestherme
spricht bereits für sich, nicht nur
Erwachsene, auch Kinder haben dort ihre
Einträge hinterlassen. Blätternd
sagt Bauer, „man sieht die positiven
Reaktionen. Bei keiner anderen Anwendung
hatten wir von der ersten Stunde an eine
derart positive Resonanz und diese hält
auch weiter an.“
Eingangs erwähnte Bauer, dass Grotte
und Grotte durchaus sehr verschieden sein
können. Die Therme Bad Gögging
hat sich für den Einbau einer Meersalzgrotte
zu 100 Prozent mit Salz aus dem Toten Meer
entschieden. Aus diesem Salz werden „Ziegel“
hergestellt und damit die Grotte „gemauert“,
wobei die patentierte Technologie keine
Zusatz- oder. Bindestoffe verlangt. Das
so errichtete Mauerwerk wird genauso wie
die Stalaktitendecke zusätzlich mit
Totes-Meer-Salz bespritzt. Auf den Boden
wird noch eine Schicht Salz geschüttet.
Im Gegensatz zu Steinsalz verfügt Totes-Meer-Salz
über eine hohe Löslichkeit und
reichert daher die Luft stärker mit
negativen Ionen an. Um dieses empfindliche
Gleichgewicht von Luftfeuchtigkeit und -temperatur
zu gewährleisten, werden beide Parameter
computergestützt überwacht.
Weitere Informationen unter:
Limes-Therme
Am Brunnenforum 1
93333 Bad Gögging
Tel +49 (0) 9445/2009-0
Fax +49 (09445/2009-40
E-Mail info@limes-therme.de
www.limes-therme.de
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