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Natur+Erlebnis=Inselbad
Bad Abbach
Das Naturerlebnisbad „Inselbad Bad
Abbach“, eröffnet im Frühjahr
2007, besteht aus einem Schwimmer-, Springer-
und Nichtschwimmerbereich. Das auf der Freizeitinsel
gelegene Naturerlebnisbad hat eine nutzbare
Wasserfläche von knapp 3.330 Quadratmetern.
Die Wasserreinigung erfolgt auf natürliche
Weise mit Hilfe von Repositionspflanzen
und gänzlich ohne Chlor. Mit der Fachlanung
wurde das Planungsbüro für vollbiologische
Naturbadeteiche, Diplom Ingenieur Rainer
Grafinger, beauftragt.
Becken und Attraktionen
Die Konzeption sah neben dem Verzicht auf
Chemikalien den Einbau von Attraktionen
vor. Daher wurde die Anlage in mehrere Bereiche
aufgeteilt. Die Abtrennung erfolgte über
Holzstege zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich,
das Becken für den Sprungbereich wurde
räumlich abgetrennt. Alle Teilbereiche
sind jedoch miteinander verbunden. So kann
unter anderem durch einen Schwimmkanal mit
Holzbrücke vom Schwimmerbereich zum
Sprungbereich geschwommen werden. Die Beckenbereiche
wurden in Folienbauweise mit einer 1,5 Millimeter
starken Folie gegen den Untergrund abgedichtet.
Der Nichtschwimmerbereich hat eine Wassertiefe
zwischen 60 Zentimeter und 1,35 Meter. Die
Einstiege erfolgen durch einen großzügigen
Kiesstrand und mehrere Natursteintreppen.
Auch der Untergrund ist zum Teil aus Naturstein.
Für den sportlichen Besucher stehen
mehrere 25-Meter-Bahnen zur Verfügung.
Von auf den Holzstegen montierten Startblöcken
kann er sich in die Fluten stürzen.
In diesem Bereich wurde bewusst auf Attraktionen
verzichtet, damit in Ruhe die Bahnen geschwommen
werden können. Über dem bis zu
vier Meter tiefen Sprungbecken ragt an einer
Beckenwand eine zwei Meter hohe Sprungklippe
hervor. Um zu den Stufen zu gelangen, die
auf die Plattform führen, muss der
Badegast durch knöcheltiefes Wasser
waten. Gegenüberliegend befinden sich
ein ein Meter und ein drei Meter hoher Sprungfelsen.
Der aus Granitstein hergestellte Felsen
kann direkt vom Fußweg erreicht werden.
Beim Einstieg kann der Besucher wählen,
aus welcher Höhe er abspringen will.
Eine Hauptattraktion ist neben einer Breitrutsche
eine künstliche Grotte. Hier laden
Sitzbänke zum Verweilen ein. Von der
Decke der Grotte plätschert Wasser
aus kleinen Höhlen herab. Eine weitere
Attraktion ist ein über das Wasser
führender Holzsteg mit einem Querbalken,
an dem ein Schwungseil befestigt ist. Von
dieser „Liane“ können sich
Wagemutige am Seil schwingend in die Fluten
stürzen. Für die „kleinen“
Gäste wurde im Anschluss an das Nichtschwimmerbecken
ein mit Natursteinpflaster ausgelegtes ca.
30 Zentimeter tiefes Becken gestaltet. Hier
läuft das Wasser von einem Quellstein
in verschiedene Becken, in denen gespielt
und geplanscht werden kann.
Biologische Aufbereitung
Die biologische Aufbereitung ist der Motor
der Anlage: Die Reinigungsleistung wird
durch Mikroorganismen, Kleinstlebewesen
und Wasserpflanzen gewährleistet. Der
aus Kiesen und Spezialsubstraten bestehende
Filter wird bis zu einer Tiefe von 80 Zentimetern
unter einer offenen Wasserfläche angelegt.
Dadurch ist es möglich, diesen nicht
nur mit Repositionspflanzen zur Wasserreinigung,
sondern auch mit blühenden Wasserpflanzen
wie Seerosen, Schwertlilien und Blumenbinsen
zu bepflanzen. Der Aufbereitungsbereich
kann damit als „Ruhebereich“
auch außerhalb der Saison genutzt
werden. Um eine hydraulisch optimierte Durchströmung
des Schwimmteiches zu gewährleisten,
werden an mehreren Stellen des Ufers 1,50
bis drei Meter lange Überlaufrinnen
zur Oberflächenreinigung installiert.
Das Wasser läuft von dort über
Schwerkraft in den Aufbereitungsteich. Von
dort bringen je nach Besucheraufkommen bis
zu vier Pumpen das biologisch gereinigte
Wasser zurück in den Nutzungsbereich
und bewirken eine Überstauung der Überlaufrinne.
Die Einströmung des gereinigten Wassers
in den Nutzungsbereich erfolgt unter der
Wasseroberfläche durch Einströmdüsen.
Mit diesem geschlossenen Wasserkreislauf,
kann eine Wasserqualität vergleichbar
der Qualität der Alpenseen erreicht
werden
mehr Informationen
unter:
www.naturerlebnisbad.de
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