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Wellnessräume im Eigenheim: aquanale
zeigt ganzheitliche Konzepte zur Verwirklichung
Experten für Wasser, Wärme, Licht
und Duft vernetzen sich - Die Sanitärstudie
2006 belegt großes Marktpotenzial
auch für SHK-Betriebe

Nach
Ergebnissen der Sanitärstudie 2006
der Vereinigung Deutscher Sanitärwirtschaft
(VDS) wünschen sich über 30 Prozent
der 2000 repräsentativ befragten Haushalte
in Deutschland (entspricht einer Grundgesamtheit
von 34.1 Millionen Haushalten) ein fitness-
und wellnessorientiertes Bad – Tendenz
steigend. Gerade für die finanzstarke
Gruppe der Generation 50plus - „Best
Ager“ genannt - rückt diese Oase
der Ruhe und Entspannung in den eigenen
vier Wänden immer mehr in den Vordergrund.
Dabei muss sich Wellness nicht ausschließlich
nur auf das Bad beziehen.
Branchenexperten der Sanitär-,
Bad- und Schwimmbadbranche sehen separate
Räume, wie ehemalige Büro- oder
Kinderzimmer in Eigenheimen verstärkt
im Focus wellnessorientierter Privatkunden.
Konkret: In Ergänzung oder statt eines
Schwimmbades, einer Sauna oder einem Whirlpool
wünschen sich diese Kunden einen kompletten
Wellnessraum, der die oben genannten Produkte
aus dem Premiumbereich in unterschiedlichster
Kombination in Verbindung mit einem individuellen
Ambiente ausweist. Von dieser neuen Entwicklung
könnte auch die SHK-Branche nachhaltig
profitieren. Auf Einladung von Oliver P.
Kuhrt, dem Geschäftsführer der
Koelnmesse GmbH, tagten Anfang Juli Fachleute
und Experten aus der Sanitär-, Bad-
und Schwimmbadbranche gemeinsam mit Planern
und Architekten, um über das Marktpotenzial,
Chancen und Angebote solcher Wellnessräume
in Eigenheimen zu diskutieren.
Teilnehmer des Round-Tables:
Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer
der Koelnmesse GmbH
Guido Menzel, Wedi GmbH
Thomas Müller, Inhaber TMConcept
Herbert Nonnenmacher
Geschäftsführer Röger Sauna-
und Solartechnik
Sarah Schellenberg, Dip. Ing. (FH), Freie
Architektin
Uwe Rengers, RivieraPool Fertigschwimmbad
GmbH
Rainer Rieger, Geschäftsführer
Werner Dosiertechnik (WDT)
Lassen Sie uns zunächst die Begrifflichkeit
Wellnessraum definieren. Was genau ist ein
privater Wellnessraum?
Guido Menzel:
Ein privater Wellnessraum unterstützt
den regelmäßigen Nutzer, durch
Wärme, Wasser und Ruhe alle Sinne stimulierend
in Wohlfühlatmosphäre gesund zu
leben.
Rainer Rieger: Auch für mich ist die
gesundheitsfördernde Komponente, hervorgerufen
durch die Stimulation aller Sinne, das Alleinstellungsmerkmal
eines Wellnessraumes und hebt sich damit
von den Möglichkeiten, die ein wellnessorientiertes
Bad bietet, deutlich ab.
Sarah Schellenberg: Neben den klassischen
Sinnen Tasten, Fühlen, Schmecken, Riechen
spielt auch das Sehen eine entscheidende
Rolle. Ein Wellnessraum muss aus einem ganzheitlichen
architektonischen Ansatz erstellt sein und
dadurch auch optisch zum Wohlfühlen
einladen. Sei es, dass der Raum beispielsweise
im mediterranen, maurischen, griechischen
oder beispielsweise asiatischen Stil geplant
und gebaut ist.
Aus welchen Komponenten kann ein Wellnessraum
beispielsweise bestehen, wie habe ich mir
den Raum konkret vorzustellen?
Uwe Rengers: Aus unserer bisherigen
Erfahrung sind eine Multifunktionskabine
für das Saunabaden, ein Whirlpool,
komfortable Wärmeliegen, luxuriöse
Waschtische und eine hochwertige Multifunktionsdusche
in Kombination mit einem individuellen Ambiente
sehr häufig Bestandteil solcher Wellnessräume.
Hinzu kommt immer eine ausgefallene Licht-,
Duft-, Farb- und Akustikkonzeption. Letztendlich
aber entscheidet der Kunde, welche Kombination
er wünscht.
Sarah Schellenberg: Natürlich spielen
bei der Auswahl der Komponenten Raumgröße
und Lage des Raumes eine wesentliche Rolle.
Es gibt Umsetzungen in Dachgeschossräumen,
bei denen die Dachschrägen nicht störten,
aber bei der Gestaltung mitberücksichtigt
werden mussten.
Bleiben wir doch mal bei der Architektur.
Welche räumlichen oder bautechnischen
Voraussetzungen müssen denn gegeben
sein, damit sich ein Wellnessraum überhaupt
problemlos planen und realisieren lässt?
Thomas Müller: Sicherlich spielt die
Raumgröße eine wichtige Rolle.
Aber ganz salopp formuliert - die Mindestanforderung
sind Wasser und Strom, mehr ist zunächst
einmal nicht nötig. Das Durchschnittsbad
in Deutschland ist knapp 7,8 Quadratmeter
groß. Auch darin lassen sich Wellnessaspekte
sinnvoll realisieren. Ideal aber sind 30
Quadratmeter plus X. Zwar ist die Renovierung
eines Badezimmers laut VDS-Studie häufigster
Anlass für den Einbau von neuen Wellnesskomponenten,
dabei aber wird oft vergessen, dass gerade
in Einfamilienhäusern auch Kellerräume
oder ehemalige Kinderzimmer hervorragende
Vorrausetzungen dank ausreichender Größe
bieten. Darüber hinaus kann auch bei
einem Neubau ein Wellnessraum direkt mit
geplant werden.
Herr Nonnenmacher, wie groß schätzen
Sie das Marktpotenzial für Wellnessräume
in Deutschland ein und in wie weit können
SHK-Betriebe davon profitieren?
Herbert Nonnenmacher: 5,5 Millionen geplante
kurzfristige Renovierungen oder Ausbauten
von Badezimmern und die immer weiter steigende
Bedeutung von Wellness sind sicher ein interessantes
Potenzial für bestimmte Wellnessprodukte
insbesondere Saunakabinen. Stimulierend
wirken der demographische Wandel und die
positive Konjunktur.
Guido Menzel: Die Signale versprechen ein
großes Marktpotenzial. Die Menschen
erleben die Oasen der Ruhe und Entspannung
beispielsweise in Hotels und wünschen
sich solche Naherholungsgebiete in den eigenen
vier Wänden sobald beispielsweise die
eigenen Kinder aus dem Haus sind. Das Thema
„Wellness at home“ hakt meiner
Meinung nach aber bisher noch an eine uneinheitliche
Außendarstellung. Schauen Sie, gerade
auch für SHK-Betriebe können Wellnessräume
ein sehr lukratives Betätigungsfeld
werden, wenn man rechtzeitig auf diesen
Zug springt und ein entsprechendes Netzwerk
von Planern, Herstellern und Handwerk aufbaut.
Wellness ist zum Großteil Wasser und
egal, welche Wellnesshardware sich der Kunde
beispielsweise wünscht, das Know-How
der SHK-Experten bei Planung und Umsetzung
ist immens wichtig.
Uwe Rengers: Ich teile die Auffassung von
Guido Menzel. Nimmt man die Familien mit
einem Haushaltsnettoeinkommen von 5.000
Euro und mehr, die in einem Eigenheim leben,
ergibt sich eine relevante Premiumzielgruppe
für die Einrichtung eines privaten
Wellnessraumes von rund 1 Millionen Eigenheimbesitzern
in Deutschland.
Herr Kuhrt, in diesem Jahr greift auf
der aquanale - Internationale Fachmesse
für Sauna, Pool, Ambiente – die
Sonderschau „Forum Wellnessraum“
diesen neuen Trend auf. Was verbirgt sich
konkret dahinter?
Oliver P. Kuhrt: Mit dem Forum Wellnessraum
soll erstmals eine Dialog- und Informationsplattform
zum Thema angeboten werden, um allen Interessenten
die Chance für die Entwicklung einer
ganzheitlichen vernetzten Vermarktungsstrategie
für das Thema „Wellness at home“
zu ermöglichen. Wir nehmen damit die
Signale aus der Branche für die Branche
auf und versuchen mit der Sonderschau unter
der Dachmarke „Forum Wellnessraum“
eine tragfähige Businessplattform zu
schaffen. Hier können sich SHK-Experten
und Wellnessprofis mit Planern, Architekten
und Bauherrn zu einem Netzwerk zusammenschließen,
um dem Endkunden die Naherholungsgebiete
in den eigenen vier Wänden aus einer
Hand liefern zu können. Gerade für
die SHK-Betriebe ergibt sich hier ein interessanter
Wachstumsmarkt, an dem sich zu partizipieren
sicherlich lohnt.
Besondere Herausforderung ist dabei Produkte
und technisch gestalterische Lösungen
sowohl aus der Schwimmbad- und Wellnessbranche
als auch von hochwertigen Anbietern aus
der Sanitärbranche in ganzheitliche
kundenorientierte Konzepte zu gießen.
Die aquanale bietet hier als erster Messeveranstalter
eine entsprechende Plattform für einen
neuen Markttrend.
Und wie sieht letztlich die „ganzheitliche“
Umsetzung auf der Messe konkret aus?
Sarah Schellenberg: Jeder Unternehmer
der seinen Kunden private Wellnessräume
anbieten will, muss ein Verständnis
für die Wirkungen von Wärme, Wasser,
Licht, Duft, Farbe und Musik in unterschiedlichen
und zu Teilen kombinierten Anwendungen besitzen
und damit vermitteln können. Kunden
interessiert nicht nur die hinter den Produkten
stehende Technik, sondern auch in unserem
Fall, der damit verbundene Gesundheitsnutzen.
Genau dies machen wir in einzelnen Kabinen
auf dem Stand mit allen Sinnen erlebbar.
Hinzu kommt ein Info-Center, in dem Planungs-
und Gestaltungsbeispiele bereits realisierter
Projekte gezeigt werden. Zudem stehen Planungsexperten
an allen Messetagen für Fragen zur
Verfügung
aquanale
mit beispielloser Erfolgsgeschichte
Die aquanale als Europas
wichtigste Plattform für Schwimm- und
Dampfbäder, Saunen, Pools / Spas und
komplette Wellnessbereiche findet das nächste
Mal vom 31. Oktober bis 3. November 2007
statt. Sie hat vom Start 2003 weg eine beispiellose
Erfolgsgeschichte geschrieben. So hatte
die Veranstaltung zum Beispiel im ersten
Jahr eine Fläche von 15.000 Quadratmetern,
2005 dann 22.500 Quadratmetern, 2007 wird
sie rund 35.000 Quadratmeter umfassen.
Die aquanale ist darüber
hinaus Teil des Kölner Messetrios der
gesamten Freizeit- und Wellnessbranche.
In unmittelbarer zeitlicher und räumlicher
Nachbarschaft finden neben der aquanale
die FSB, Internationale Fachmesse für
Freiraum-, Sport- und Bäderanlagen
sowie die SOLARIA, Internationale Fachmesse
für Sonnelicht-Systeme, statt.
2. Kölner Schwimmbad- und Wellness-Forum
– Struktur und Themen
Donnerstag, 01.11.2007,
10:30 Uhr bis 13:00 Uhr
Schwerpunktthema Wasser und
Wellness:
Trends für Bade- und Wellnessangebote
in Hotels
Donnerstag, 01.11.2007,
15:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Schwerpunktthema Wasser:
Wasser und Betriebstechnik in Bädern:
Neue Technologien, Normen und Richtlinien
Freitag, 02.11.2007,
10:30 Uhr bis 13:00 Uhr
Schwerpunktthema Wasser:
Energieeinsparung in Bädern
Freitag, 02.11.2007,
15:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Schwerpunktthema Wärme
und Licht:
Neue Erkenntnisse für Sauna- und Solarienbetreiber
Donnerstag, 01.11.2007, 10:30 Uhr bis 13:00
Uhr
Schwerpunktthema Wasser und Wellness:
Trends für Bade- und Wellnessangebote
in Hotels
Moderation: Svenja Alberti, Redakteurin
bei der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-
Zeitung
Die Konzeption erfolgreicher Spa- und Wellnessanlagen
Rudolf Ludgen, Vitadom R. Ludgen GmbH, Spangdahlem
Individuelle, zielgruppenorientierte und
Erfolg versprechende Auswahl von
Wellnesskomponenten und Wellnesstechnik
für Hotels
Hans-Werner Jochim, Vorstandsvorsitzender
sopra AG Schwimmbad- und
Freizeittechnik, Koblenz
Aquacycling - mehr als ein Trend: Optimierung
von Erfolg und Nachhaltigkeit bei der
Beeinflussung von Übergewicht durch
Aquatraining
Markus Scherer, Geschäftsführer
Nemcomed medizin + wellness, Bahlingen
3-D-Präsentationen für Projektentwürfe
von Wellnessanlagen
Sarah Schellenberg, Schellenberg Raum-Vision,
Koblenz
Donnerstag, 01.11.2007, 15:30 Uhr bis 18:00
Uhr,
Schwerpunktthema Wasser:
Wasser und Betriebstechnik in Bädern:
Neue Technologien, Normen und
Richtlinien
Moderation:
Frank Eisele, Speck Pumpen Verkaufsges.
Karl Speck GmbH & Co., Neunkirchen am
Sand
DIN EN 15288, Teil 1 und 2 – Auswirkungen
für den Bäderbetrieb
Beatrix Flacke, bsw-Geschäftsstelle
Steigende Hygieneanforderungen der Gesundheitsämter
Jürgen Kannewischer, Kannewischer AG,
Baden-Baden
Ultra-Filtration zur Beckenwasseraufbereitung
im Vollstrom:
Ergebnisse des BMBF-Forschungsvorhabens
im Thermalbad Obernsee
Verfahrenskombination Flockung - Absorption
- Ultrafiltration - Chlorung:
Vorschlag zur DIN 19643 Teil 6, Ist-Stand
des Normungsverfahrens
Dr. Klaus Hagen, Krüger WABAG GmbH,
Bayreuth
Optimierung der Flockungsfiltration durch
Partikelzählung: Ergebnisse aus praktischen
Messungen an verschiedenen Filtern
Dipl.-Ing. Gerhard Willert, Ingenieurbüro
für Wassertechnik GmbH, Ronnenberg
Freitag, 02.11.2007,
10:30 Uhr bis 13:00 Uhr
Schwerpunktthema Wasser:
Energieeinsparung in Bädern
Moderation: Gustav Keinemann
Energieeinsparkonzepte für öffentliche
Schwimmbäder: Systeme - Maßnahmen
-
Amortisation - Wirtschaftlichkeit - Management
Peter Gooss, G1 Beratungs- und Einkaufgesellschaft
für Bäder GmbH, Stein
Einsparpotenziale durch Einsatz multifunktionaler
Wärmerückgewinnungssysteme,
Spülwasseraufbereitung und optimaler
Filterspülung
Jörg Berger, Grünbeck Wasseraufbereitung
GmbH, Höchstädt
Schwimmbecken mit Rolladenabdeckung: Bis
zu 75% Energiesparpotentiale durch
zeitweise Abdeckung von Freischwimmbädern
- ein Energieberechnungsprogramm des
Fraunhofer Instituts für Bauphysik
Bert Granderath, grando GmbH Schwimmbad-
Abdeckungen, Bergisch Gladbach
Klimatisierung von Hallenbädern: So
gehen die Kosten nicht baden
Klaus J. Hansen, Menerga GmbH, Büro
Frankfurt
Freitag, 02.11.2007, 15:30 Uhr bis 18:00
Uhr,
Schwerpunktthema Wärme und Licht:
Neue Erkenntnisse für Sauna- und Solarienbetreiber
Moderation:
Heiko Heinemann, Herausgeber / Chefredakteur
„haus & wellness“
Medizinische Auswirkungen der Infrarotstrahlung
in Sauna und Kabine – Anwendungen
zur Prophylaxe und Therapie
Prof. Dr. med. Hans Meffert, Berlin
UV-Bestrahlung des menschlichen Körpers:
Wirkungen und Ursachen
Dr. Norbert Schmidt-Keiner, Vorsitzender
des Photomed Bundesfachverbandes
Solarien und Besonnung e.V.
Qualitätsrichtlinien für Infrarotkabinen-Wärmekabinen
– eine Orientierungshilfe für
Verbraucher
Dr. Ernst F. Lange, Gütegemeinschaft
Infrarot-Wärmekabine
Karl-Heinz Bastian, EOS-Werke, Driedorf
Multifunktionskabinen für Saunabaden:
Möglichkeiten, Anwendungen und Systeme
Herbert Nonnenmacher, Röger GmbH; Schwäbisch
Hall
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O.Kuhrt

H.Nonnenmacher
R.Rieger

S.Schellenberg

U.Rengers

T.Müller

G.Wenzel
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