Projekt Wellnessraum im Rahmen der Aquanale 2007

 

Wellnessräume im Eigenheim: aquanale zeigt ganzheitliche Konzepte zur Verwirklichung

Experten für Wasser, Wärme, Licht und Duft vernetzen sich - Die Sanitärstudie 2006 belegt großes Marktpotenzial auch für SHK-Betriebe

 




Nach Ergebnissen der Sanitärstudie 2006 der Vereinigung Deutscher Sanitärwirtschaft (VDS) wünschen sich über 30 Prozent der 2000 repräsentativ befragten Haushalte in Deutschland (entspricht einer Grundgesamtheit von 34.1 Millionen Haushalten) ein fitness- und wellnessorientiertes Bad – Tendenz steigend. Gerade für die finanzstarke Gruppe der Generation 50plus - „Best Ager“ genannt - rückt diese Oase der Ruhe und Entspannung in den eigenen vier Wänden immer mehr in den Vordergrund. Dabei muss sich Wellness nicht ausschließlich nur auf das Bad beziehen.

Branchenexperten der Sanitär-, Bad- und Schwimmbadbranche sehen separate Räume, wie ehemalige Büro- oder Kinderzimmer in Eigenheimen verstärkt im Focus wellnessorientierter Privatkunden. Konkret: In Ergänzung oder statt eines Schwimmbades, einer Sauna oder einem Whirlpool wünschen sich diese Kunden einen kompletten Wellnessraum, der die oben genannten Produkte aus dem Premiumbereich in unterschiedlichster Kombination in Verbindung mit einem individuellen Ambiente ausweist. Von dieser neuen Entwicklung könnte auch die SHK-Branche nachhaltig profitieren. Auf Einladung von Oliver P. Kuhrt, dem Geschäftsführer der Koelnmesse GmbH, tagten Anfang Juli Fachleute und Experten aus der Sanitär-, Bad- und Schwimmbadbranche gemeinsam mit Planern und Architekten, um über das Marktpotenzial, Chancen und Angebote solcher Wellnessräume in Eigenheimen zu diskutieren.

Teilnehmer des Round-Tables:

Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse GmbH
Guido Menzel, Wedi GmbH
Thomas Müller, Inhaber TMConcept
Herbert Nonnenmacher
Geschäftsführer Röger Sauna- und Solartechnik
Sarah Schellenberg, Dip. Ing. (FH), Freie Architektin
Uwe Rengers, RivieraPool Fertigschwimmbad GmbH
Rainer Rieger, Geschäftsführer Werner Dosiertechnik (WDT)

Lassen Sie uns zunächst die Begrifflichkeit Wellnessraum definieren. Was genau ist ein privater Wellnessraum?

Guido Menzel: Ein privater Wellnessraum unterstützt den regelmäßigen Nutzer, durch Wärme, Wasser und Ruhe alle Sinne stimulierend in Wohlfühlatmosphäre gesund zu leben.

Rainer Rieger: Auch für mich ist die gesundheitsfördernde Komponente, hervorgerufen durch die Stimulation aller Sinne, das Alleinstellungsmerkmal eines Wellnessraumes und hebt sich damit von den Möglichkeiten, die ein wellnessorientiertes Bad bietet, deutlich ab.

Sarah Schellenberg: Neben den klassischen Sinnen Tasten, Fühlen, Schmecken, Riechen spielt auch das Sehen eine entscheidende Rolle. Ein Wellnessraum muss aus einem ganzheitlichen architektonischen Ansatz erstellt sein und dadurch auch optisch zum Wohlfühlen einladen. Sei es, dass der Raum beispielsweise im mediterranen, maurischen, griechischen oder beispielsweise asiatischen Stil geplant und gebaut ist.

Aus welchen Komponenten kann ein Wellnessraum beispielsweise bestehen, wie habe ich mir den Raum konkret vorzustellen?

Uwe Rengers: Aus unserer bisherigen Erfahrung sind eine Multifunktionskabine für das Saunabaden, ein Whirlpool, komfortable Wärmeliegen, luxuriöse Waschtische und eine hochwertige Multifunktionsdusche in Kombination mit einem individuellen Ambiente sehr häufig Bestandteil solcher Wellnessräume. Hinzu kommt immer eine ausgefallene Licht-, Duft-, Farb- und Akustikkonzeption. Letztendlich aber entscheidet der Kunde, welche Kombination er wünscht.

Sarah Schellenberg: Natürlich spielen bei der Auswahl der Komponenten Raumgröße und Lage des Raumes eine wesentliche Rolle. Es gibt Umsetzungen in Dachgeschossräumen, bei denen die Dachschrägen nicht störten, aber bei der Gestaltung mitberücksichtigt werden mussten.

Bleiben wir doch mal bei der Architektur. Welche räumlichen oder bautechnischen Voraussetzungen müssen denn gegeben sein, damit sich ein Wellnessraum überhaupt problemlos planen und realisieren lässt?

Thomas Müller: Sicherlich spielt die Raumgröße eine wichtige Rolle. Aber ganz salopp formuliert - die Mindestanforderung sind Wasser und Strom, mehr ist zunächst einmal nicht nötig. Das Durchschnittsbad in Deutschland ist knapp 7,8 Quadratmeter groß. Auch darin lassen sich Wellnessaspekte sinnvoll realisieren. Ideal aber sind 30 Quadratmeter plus X. Zwar ist die Renovierung eines Badezimmers laut VDS-Studie häufigster Anlass für den Einbau von neuen Wellnesskomponenten, dabei aber wird oft vergessen, dass gerade in Einfamilienhäusern auch Kellerräume oder ehemalige Kinderzimmer hervorragende Vorrausetzungen dank ausreichender Größe bieten. Darüber hinaus kann auch bei einem Neubau ein Wellnessraum direkt mit geplant werden.

Herr Nonnenmacher, wie groß schätzen Sie das Marktpotenzial für Wellnessräume in Deutschland ein und in wie weit können SHK-Betriebe davon profitieren?

Herbert Nonnenmacher: 5,5 Millionen geplante kurzfristige Renovierungen oder Ausbauten von Badezimmern und die immer weiter steigende Bedeutung von Wellness sind sicher ein interessantes Potenzial für bestimmte Wellnessprodukte insbesondere Saunakabinen. Stimulierend wirken der demographische Wandel und die positive Konjunktur.

Guido Menzel: Die Signale versprechen ein großes Marktpotenzial. Die Menschen erleben die Oasen der Ruhe und Entspannung beispielsweise in Hotels und wünschen sich solche Naherholungsgebiete in den eigenen vier Wänden sobald beispielsweise die eigenen Kinder aus dem Haus sind. Das Thema „Wellness at home“ hakt meiner Meinung nach aber bisher noch an eine uneinheitliche Außendarstellung. Schauen Sie, gerade auch für SHK-Betriebe können Wellnessräume ein sehr lukratives Betätigungsfeld werden, wenn man rechtzeitig auf diesen Zug springt und ein entsprechendes Netzwerk von Planern, Herstellern und Handwerk aufbaut.
Wellness ist zum Großteil Wasser und egal, welche Wellnesshardware sich der Kunde beispielsweise wünscht, das Know-How der SHK-Experten bei Planung und Umsetzung ist immens wichtig.

Uwe Rengers: Ich teile die Auffassung von Guido Menzel. Nimmt man die Familien mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 5.000 Euro und mehr, die in einem Eigenheim leben, ergibt sich eine relevante Premiumzielgruppe für die Einrichtung eines privaten Wellnessraumes von rund 1 Millionen Eigenheimbesitzern in Deutschland.

Herr Kuhrt, in diesem Jahr greift auf der aquanale - Internationale Fachmesse für Sauna, Pool, Ambiente – die Sonderschau „Forum Wellnessraum“ diesen neuen Trend auf. Was verbirgt sich konkret dahinter?

Oliver P. Kuhrt: Mit dem Forum Wellnessraum soll erstmals eine Dialog- und Informationsplattform zum Thema angeboten werden, um allen Interessenten die Chance für die Entwicklung einer ganzheitlichen vernetzten Vermarktungsstrategie für das Thema „Wellness at home“ zu ermöglichen. Wir nehmen damit die Signale aus der Branche für die Branche auf und versuchen mit der Sonderschau unter der Dachmarke „Forum Wellnessraum“ eine tragfähige Businessplattform zu schaffen. Hier können sich SHK-Experten und Wellnessprofis mit Planern, Architekten und Bauherrn zu einem Netzwerk zusammenschließen, um dem Endkunden die Naherholungsgebiete in den eigenen vier Wänden aus einer Hand liefern zu können. Gerade für die SHK-Betriebe ergibt sich hier ein interessanter Wachstumsmarkt, an dem sich zu partizipieren sicherlich lohnt.
Besondere Herausforderung ist dabei Produkte und technisch gestalterische Lösungen sowohl aus der Schwimmbad- und Wellnessbranche als auch von hochwertigen Anbietern aus der Sanitärbranche in ganzheitliche kundenorientierte Konzepte zu gießen. Die aquanale bietet hier als erster Messeveranstalter eine entsprechende Plattform für einen neuen Markttrend.

Und wie sieht letztlich die „ganzheitliche“ Umsetzung auf der Messe konkret aus?

Sarah Schellenberg: Jeder Unternehmer der seinen Kunden private Wellnessräume anbieten will, muss ein Verständnis für die Wirkungen von Wärme, Wasser, Licht, Duft, Farbe und Musik in unterschiedlichen und zu Teilen kombinierten Anwendungen besitzen und damit vermitteln können. Kunden interessiert nicht nur die hinter den Produkten stehende Technik, sondern auch in unserem Fall, der damit verbundene Gesundheitsnutzen. Genau dies machen wir in einzelnen Kabinen auf dem Stand mit allen Sinnen erlebbar. Hinzu kommt ein Info-Center, in dem Planungs- und Gestaltungsbeispiele bereits realisierter Projekte gezeigt werden. Zudem stehen Planungsexperten an allen Messetagen für Fragen zur Verfügung

aquanale mit beispielloser Erfolgsgeschichte

Die aquanale als Europas wichtigste Plattform für Schwimm- und Dampfbäder, Saunen, Pools / Spas und komplette Wellnessbereiche findet das nächste Mal vom 31. Oktober bis 3. November 2007 statt. Sie hat vom Start 2003 weg eine beispiellose Erfolgsgeschichte geschrieben. So hatte die Veranstaltung zum Beispiel im ersten Jahr eine Fläche von 15.000 Quadratmetern, 2005 dann 22.500 Quadratmetern, 2007 wird sie rund 35.000 Quadratmeter umfassen.

Die aquanale ist darüber hinaus Teil des Kölner Messetrios der gesamten Freizeit- und Wellnessbranche. In unmittelbarer zeitlicher und räumlicher Nachbarschaft finden neben der aquanale die FSB, Internationale Fachmesse für Freiraum-, Sport- und Bäderanlagen sowie die SOLARIA, Internationale Fachmesse für Sonnelicht-Systeme, statt.


2. Kölner Schwimmbad- und Wellness-Forum – Struktur und Themen

Donnerstag, 01.11.2007, 10:30 Uhr bis 13:00 Uhr

Schwerpunktthema Wasser und Wellness:
Trends für Bade- und Wellnessangebote in Hotels

 

Donnerstag, 01.11.2007, 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Schwerpunktthema Wasser:
Wasser und Betriebstechnik in Bädern: Neue Technologien, Normen und Richtlinien

Freitag, 02.11.2007, 10:30 Uhr bis 13:00 Uhr

Schwerpunktthema Wasser:
Energieeinsparung in Bädern

Freitag, 02.11.2007, 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Schwerpunktthema Wärme und Licht:
Neue Erkenntnisse für Sauna- und Solarienbetreiber



Donnerstag, 01.11.2007, 10:30 Uhr bis 13:00 Uhr

Schwerpunktthema Wasser und Wellness:
Trends für Bade- und Wellnessangebote in Hotels


Moderation: Svenja Alberti, Redakteurin bei der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-
Zeitung


Die Konzeption erfolgreicher Spa- und Wellnessanlagen
Rudolf Ludgen, Vitadom R. Ludgen GmbH, Spangdahlem


Individuelle, zielgruppenorientierte und Erfolg versprechende Auswahl von
Wellnesskomponenten und Wellnesstechnik für Hotels
Hans-Werner Jochim, Vorstandsvorsitzender sopra AG Schwimmbad- und
Freizeittechnik, Koblenz


Aquacycling - mehr als ein Trend: Optimierung von Erfolg und Nachhaltigkeit bei der
Beeinflussung von Übergewicht durch Aquatraining
Markus Scherer, Geschäftsführer Nemcomed medizin + wellness, Bahlingen


3-D-Präsentationen für Projektentwürfe von Wellnessanlagen
Sarah Schellenberg, Schellenberg Raum-Vision, Koblenz

Donnerstag, 01.11.2007, 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr,


Schwerpunktthema Wasser:
Wasser und Betriebstechnik in Bädern: Neue Technologien, Normen und
Richtlinien


Moderation:
Frank Eisele, Speck Pumpen Verkaufsges. Karl Speck GmbH & Co., Neunkirchen am
Sand


DIN EN 15288, Teil 1 und 2 – Auswirkungen für den Bäderbetrieb
Beatrix Flacke, bsw-Geschäftsstelle


Steigende Hygieneanforderungen der Gesundheitsämter
Jürgen Kannewischer, Kannewischer AG, Baden-Baden


Ultra-Filtration zur Beckenwasseraufbereitung im Vollstrom:
Ergebnisse des BMBF-Forschungsvorhabens im Thermalbad Obernsee


Verfahrenskombination Flockung - Absorption - Ultrafiltration - Chlorung:
Vorschlag zur DIN 19643 Teil 6, Ist-Stand des Normungsverfahrens
Dr. Klaus Hagen, Krüger WABAG GmbH, Bayreuth


Optimierung der Flockungsfiltration durch Partikelzählung: Ergebnisse aus praktischen
Messungen an verschiedenen Filtern
Dipl.-Ing. Gerhard Willert, Ingenieurbüro für Wassertechnik GmbH, Ronnenberg

Freitag, 02.11.2007, 10:30 Uhr bis 13:00 Uhr


Schwerpunktthema Wasser:
Energieeinsparung in Bädern


Moderation: Gustav Keinemann


Energieeinsparkonzepte für öffentliche Schwimmbäder: Systeme - Maßnahmen -
Amortisation - Wirtschaftlichkeit - Management
Peter Gooss, G1 Beratungs- und Einkaufgesellschaft für Bäder GmbH, Stein


Einsparpotenziale durch Einsatz multifunktionaler Wärmerückgewinnungssysteme,
Spülwasseraufbereitung und optimaler Filterspülung
Jörg Berger, Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH, Höchstädt


Schwimmbecken mit Rolladenabdeckung: Bis zu 75% Energiesparpotentiale durch
zeitweise Abdeckung von Freischwimmbädern - ein Energieberechnungsprogramm des
Fraunhofer Instituts für Bauphysik
Bert Granderath, grando GmbH Schwimmbad- Abdeckungen, Bergisch Gladbach


Klimatisierung von Hallenbädern: So gehen die Kosten nicht baden
Klaus J. Hansen, Menerga GmbH, Büro Frankfurt

Freitag, 02.11.2007, 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr,


Schwerpunktthema Wärme und Licht:
Neue Erkenntnisse für Sauna- und Solarienbetreiber


Moderation:
Heiko Heinemann, Herausgeber / Chefredakteur „haus & wellness“


Medizinische Auswirkungen der Infrarotstrahlung in Sauna und Kabine – Anwendungen
zur Prophylaxe und Therapie
Prof. Dr. med. Hans Meffert, Berlin


UV-Bestrahlung des menschlichen Körpers: Wirkungen und Ursachen
Dr. Norbert Schmidt-Keiner, Vorsitzender des Photomed Bundesfachverbandes
Solarien und Besonnung e.V.


Qualitätsrichtlinien für Infrarotkabinen-Wärmekabinen – eine Orientierungshilfe für
Verbraucher
Dr. Ernst F. Lange, Gütegemeinschaft Infrarot-Wärmekabine
Karl-Heinz Bastian, EOS-Werke, Driedorf


Multifunktionskabinen für Saunabaden: Möglichkeiten, Anwendungen und Systeme
Herbert Nonnenmacher, Röger GmbH; Schwäbisch Hall





















O.Kuhrt


H.Nonnenmacher


R.Rieger


S.Schellenberg


U.Rengers


T.Müller


G.Wenzel

 

 

 
 
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